Bronislaw Huberman
Aus der Werkstatt des Virtuosen
1923

Bronislaw Huberman (1882-1947) ist einer der wenigen romantischen Violinisten seiner Epoche, von denen es Ton-Aufzeichnungen in vernünftiger Qualität gibt. Als Wunderkind wurde der Virtuose neben anderen Lehrern vom berühmten ungarischen Violinisten und Komponisten Josef Joachim (1831-1907) unterrichtet. 1895 debutierte er in Wien anlässlich eines Konzertes zu Ehren der Sängerin Adelina Patti (1843-1919).

In der Folge liess er sich auch in Wien nieder. Unter dem Nazi-Regime flüchtete er nach USA. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs liess er sich in der Schweiz nieder.

In seiner Diskographie finden wir unter anderem die folgenden Aufnahmen:

J.S. Bach Air auf der G-Saite 1930
J.S. Bach Chaconne
J.S. Bach Violin-Konzert in E-Dur, BWV 1042 1934
J.S. Bach Violin-Konzert in a-Moll, BWV 1041
Frédéric Chopin Nocturne Op. 9 No. 2
Ludwig van Beethoven Violin-Konzert
Ludwig van Beethoven Kreutzer-Sonate 1925
Johannes Brahms Violin-Konzert
Johannes Brahms Ungarischer Tanz No. 1
Johannes Brahms Waltzer in A-Dur
Max Bruch Kol Nidrei
Edward Elgar La Capricieuse op.17 1930
Édouard Lalo Symphonie espagnole
Paganini – Liszt La Campanella
Pablo de Sarasate Jota Navarra
Pablo de Sarasate Fantasía Carmen, Op. 25
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Mélodie 1929
Pjotr Iljitsch Tschaikowski Violin-Konzert 1946
Henryk Wieniawski Waltz Caprice 1923


Von 1912 stammt sein Aufsatz Aus der Werkstatt des Virtuosen, die hier runtergeladen werden kann. In dieser kurzen Abhandlung stellt der Autor einen kurzen Abriss aus seiner Biographie, sowie persönliche Meinungen zum Geigenspiel dar.

Huberman gehörte der 1922 gegründeten Paneuropa-Union an, deren Ziel es war, die einzelnen europäischen Staaten zu verbünden. Die Organisation wurde von so verschiedenen Personen wie Konrad Adenauer, Aristide Briand, Winston Churchill, Albert Einstein, Charles de Gaulle, Thomas Mann, Ortega y Gasset, Richard Strauss, Franz Werfel oder Stefan Zweig unterstützt. In diesem Zusammenhang veröffentlichte Huberman 1925 das Werk Mein Weg zu Paneuropa.

Der Pan-Europeismus wurde übrigens sowohl vom Nazi-Regime, wie auch vom kommunistischen Regime verfolgt.

1936 gründete Hubermann das Israel Philharmonic Orchestra, das damals noch den Namen Palestine Orchestra führte. Er bot damals einer grosser Anzahl von hervorragenden europäischen Künstlern die Mitgliedschaft im neuen Orchester an. Viele übersiedelten daraufhin mit ihren Familien von Deutschland, Österreich, Polen und anderen Ländern nach Palästina. Man schätzt, dass diese Initiative etwa 1000 Personen das Leben rettete.

1916 erschien das Buch von Josh Aronson und Denise George:

Orchestra of Exiles
The Story of Bronislaw Huberman, the Israel Philharmonic, and the One Thousand Jews He Saved from Nazi Horrors.

Die berühmte Stradivari-Violine, die Huberman besass wurde ihm zwei Mal gestohlen. Heute befindet sie sich im Besitz des amerikanischen Violinisten Joshua Bell.

Den Text Aus der Werkstatt des Virtuosen können Sie hier runterladen, und zwar wahlweise als PDF, MOBI oder ePUB-Datei.



    
         Huberman: Aus der Werkstatt des Virtuosen

             Huberman: Aus der Werkstatt des Virtuosen

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